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NRW bleibt Weiterbildungsland Nr. 1

Reinhard Grätz:  Weiterbildung ist ein Markenzeichen von Nordrhein-Westfalen.

                            Reinhard Grätz 1„Weiterbildung bleibt ein Markenzeichen von Nordrhein-Westfalen“ – das stellte jetzt Reinhard Grätz, der „Vater des Weiterbildungsgesetzes“ anlässlich des 40jährigen Bestehens des Gesetzes am 1.1.2015 fest. NRW bleibe trotz der ständigen Sparnotwendigkeiten das Weiterbildungsland Nr. 1 in Deutschland.

Strukturell und inhaltlich habe sich das Gesetz, so Reinhard Grätz, der 1975 Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Kultur und Weiterbildung und dann stellv. Fraktionsvorsitzender und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD war, als Erfolgsstory erwiesen.

Selten habe ein Gesetz über so viele Jahre in seiner Grundstruktur Bestand gehabt. Neben der Pflichtaufgabe für ein im Gesetz beschriebenes Angebotsvolumen der kommunalen Volkshochschulen im Sinne der Daseinsvorsorge haben gleichzeitig die anderen Weiterbildungseinrichtungen aus den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen eine verlässliche Finanzgarantie.

Obwohl Kürzungen aus der Regierungszeit Rüttgers wieder ausgeglichen wurden, bedauert Reinhard Grätz, dass die Weiterbildung seit dem Jahr 2000 an den normalen Haushaltssteigerungen nicht mehr teilnimmt. Die Spitzenstellung Nordrhein-Westfalens ergebe sich nicht nur aus dessen konstanter Leistung, sondern z. T. auch aus den sehr geringen Zahlungen anderer Bundesländer für die allgemeine Weiterbildung. Langfristiges Ziel müsse es sein, dass die allgemeine Weiterbildung 1 Prozent des jeweiligen Bildungshaushaltes der Länder beansprucht.

Entscheidend für die Spitzenstellung der NRW-Weiterbildung in Deutschland sind die Hauptamtlichkeit der Personalstruktur und die vorgeschriebenen Mindestgrößen bei kommunalen und anderen Einrichtungen, die Qualität garantieren. Desweiteren ist die Vielfalt der Weiterbildungsträger in NRW beeindruckend.

Besonders freut Reinhard Grätz, dass durch zusätzliche Mittel die politische Bildung weiterhin abgesichert wird: „Trotz der scheinbaren Stabilität unserer Demokratie sind die gesellschaftspolitischen Fragestellungen, die in den nächsten Jahren zu bearbeiten sind, fundamental und brisant“ Weiterbildung dürfe nie in eine beschauliche Bildungsnische geraten, sondern müsse in der Mitte der Gesellschaft stehen.